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PREMIUM 1.2312 Stahl - Werkzeugstahl – 40CrMnMoS8-6

Präzisionsflachstahl mit Bearbeitungsaufmaß [PFS/BA]

- flach -
Toleranzen
Premium P-Platten [PPP]

- flach -

Toleranzen
Präzisionsrundstahl ohne Bearbeitungsaufmaß [PRS]
Ausführung: blank geschliffen, ISO h8
- rund -
Toleranzen
Präzisionsrundstahl mit Bearbeitungsaufmaß [PRS/BA]
Ausführung: geschält / überdreht
- rund -
Toleranzen

1.2312 RICHTWERTE

Zusammensetzung – Chemische Analyse:

C Si Mn P S Cr Mo
0,35 - 0,45 0,3 - 0,5 1,4 - 1,6 0,0 - 0,03 0,05 - 0,1 1,8 - 2,0 0,15 - 0,25

Chemische Bezeichnung:
40CrMnMoS8-6

Arbeitshärte:
ca. 32 HRC (Lieferzustand) bis 50 HRC

Lieferzustand:
max. 325 HB

1.2312
PHYSIKALISCHE EIGENSCHAFTEN

Der 1.2312 ist ein Kaltarbeits- und Kunststoffformenstahl, der durch seinen Schwefelzusatz, auch vergütet, noch gut zerspanbar ist. Diese Werkstoffgüte kann poliert werden. Für eine höhere Oberflächenanforderung nehmen Sie bitte den 1.2311, denn dieser Werkstoff kommt vergütet und kann im Lieferzustand verwendet werden.

• Werkzeugstahl

Kunststoffformenstahl

Kaltarbeitsstahl

Der 1.2312 hat einen Chromgehalt von 1,8 – 2 %, mit einem Massenanteil von mindestens 10.5 % kann ein Stahl als Edelstahl im klassischen Sinn benannt werden. Der 1.2312 ist daher kein Edelstahl.

Für eine vollständige Korrosionsbeständigkeit benötigt ein Stahl einen Mindestanteil von 10,5 % Chrom, mit seinem Massenanteil von 1,8 – 2 % kann der 1.2312 in korrosiven Umgebungen rosten.

Der 1.2312 ist ein ferromagnetisches Metall, ist magnetisierbar und eignet sich für die Magnetspanntechnik.

Dieser Kaltarbeitsstahl hat eine gute Verschleißbeständigkeit und erhält auf einer Skala, auf der 1 niedrig und 6 hoch ist, eine 3.

1.2312 TECHNISCHE EIGENSCHAFTEN

Der Werkstoff 1.2312 erreicht eine Arbeitshärte von ca. 32 HRC bis 50 HRC (Lieferzustand).

Die typische Dichte von Edelstahl 1.2436 beträgt 7,85 g/cm3 bei Raumtemperatur.

Der 1.2312 hat eine Zugfestigkeit von ca. 1100 N/mm2. Um diesen Wert zu erreichen, wird ein Zugversuch durchgeführt, um zu zeigen, wieviel Kraft erforderlich ist, um eine Probe zu strecken oder zu dehnen, bevor sie bricht.

Die Streckgrenze gibt an, wieviel Belastung erforderlich ist, um eine plastische Verformung herbeizuführen und wann der Punkt erreicht ist, an dem das Material nicht mehr in seine ursprüngliche Form zurückkehrt, nachdem die Belastung entfernt wurde. Es bleibt dann entweder in der fehlgeformten Form oder bricht. Die Streckgrenze für diesen Werkzeugstahl liegt zwischen 950 – 1100 N/mm2.

Auf einer Skala, auf der 1 niedrig und 6 hoch ist, erhält der 1.2312 für seine Zerspanbarkeit eine 5.

Die folgende Tabelle zeigt die Wärmeleitfähigkeit von Werkzeugstahl 1.2312 bei verschiedenen Temperaturen.

Wärmeleitfähigkeit

Wert geglüht (W/m*K)

Wert vergütet (W/m*K)

Bei einer Temperatur von

40,2

39,8

100 °C

40,9

40,4

150 °C

40,3

40,4

200 °C

40,0

39,9

250 °C

39,0

39,0

300 °C

Die folgende Tabelle zeigt die Ausdehnung bzw. Kontraktion bei verschiedenen Temperaturen, was für Arbeiten bei hohen Temperaturen oder bei starken Temperaturschwankungen sehr wichtig sein kann.

Mittlerer Wärmeausdehnungskoeffizient

Wert geglüht
10-6m/(m*K)

Wert vergütet
10-6m/(m*K)

Bei einer Temperatur von

12,5

12,3

20 – 100  °C

13,4

13,0

20 – 200 °C

13,9

13,7

20 – 300 °C

Die spezifische Wärmekapazität von Werkzeugstahl 1.2312 beträgt bei Raumtemperatur 0,46 J/kg*K. Dieser Wert gibt an, wie viel Wärme benötigt wird, um eine bestimmte Menge an Material um 1 Kelvin zu erwärmen. 

Den spezifischen elektrischen Widerstand können Sie der folgenden Tabelle entnehmen. Die elektrische Leitfähigkeit ist der Gegenwert des spezifischen elektrischen Widerstands.

Spezifischer elektrischer Widerstand

Wert (Ohm*mm²)/m

Bei einer Temperatur von

0,19

20  °C

Das Verhältnis zwischen Spannung und Dehnung von Stahl wird durch das Elastizitätsmodul (Youngscher Modul) beschrieben und liegt für 1.2312 Werkzeugstahl bei 210 kN/mm2.

1.2312 VERFAHREN

Eine Wärmebehandlung für diesen Werkstoff ist nicht vorgesehen. Der 1.2312 wird vorvergütet geliefert und kann im Lieferzustand eingesetzt werden. Sollte eine Wärmebehandlung dennoch nötig sein finden Sie die Schritte dafür hier.

Bei der Wärmebehandlung werden Werkstoffeigenschaften festgelegt. Daher sollte diese immer mit Bedacht durchgeführt werden. Es werden Eigenschaften wie Festigkeit, Zähigkeit, Oberflächenhärte und Temperaturbeständigkeit bestimmt, die wiederum die Lebensdauer von Bauteilen, Werkzeugen und Komponenten verlängern/verbessern können. 

Zur Wärmebehandlung gehören das Lösungsglühen, Weichglühen, Normalisieren, Spannungsarmglühen aber auch das Anlassen, Härten und Abschrecken oder Vergüten.

Zum Weichglühen wird das Material auf eine Temperatur von 710 – 740 °C erhitzt, ca. 4 – 6 Stunden gehalten und danach langsam im Ofen abgekühlt.

Zum Spannungsabbau wird das Material gleichmäßig auf eine Temperatur von 580 – 620 °C erhietzt, ca. 2 – 3 Stunden gehalten und dann im Ofen abgekühlt.

Die Anlasstemperatur wird je nach gewünschter Härte und Eigenschaften gewählt. 

Durch das Anlassen werden innere Spannungen abgebaut, aber auch ein Ausgleich zwischen Festigkeit und Zähigkeit des Materials gezielt hergestellt.

Weitere Informationen finden Sie in der Grafik unten: 

Zum Härten wird der 1.2312 gleichmäßig auf eine Temperatur von 840 – 870 °C erwärmt und dann abgeschreckt. 

Nach dem Härten wird der 1.2312 in den folgenden Medien abgeschreckt:

• Öl

• Warmbad (180 – 220 °C)

Dieses Diagramm zeigt Mikro-Veränderungen im Laufe der Zeit bei verschiedenen Temperaturen an. Diese sind bei der Wärmebehandlung wichtig, da sie Aufschluss über die optimalen Bedingungen für Prozesse wie Härten, Glühen und Normalisieren geben.

Dieses Diagramm zeigt die strukturellen Veränderungen auf Mikroebene im Laufe der Zeit bei einer konstanten Temperatur. Es zeigt, bei welcher Temperatur und nach welcher Zeit sich verschiedene Phasen, z. B. Perlit, Martensit oder Bainit, zu bilden beginnen.

1.2312 OBERFLÄCHENBEHANDLUNG

1.2312 OBERFLÄCHEN-
BEHANDLUNG

Beim Nitrieren wird Stickstoff in die Oberfläche des 1.2312 eingebracht und bildet eine harte Oberfläche, die ihm eine bessere Verschleißfestigkeit und eine bessere Lebensdauer verleiht.

1.2312 BEARBEITUNG

Die Erosion wird für Werkstücke verwendet, die aus einem einzigen Stück gefertigt werden, zum Herstellen von Matrizen oder bei der Herstellung komplizierter Formen. Es gibt verschiedene Methoden des Erodierens von verschiedenen Materialien, wie zum Beispiel Drahterosion, Funkenerosion oder Senkerosion.

Zum Schmieden wird dieser Werkzeugstahl auf eine Temperatur von 1050 – 1080 °C erwärmt. Der Schmiedeprozess sollte nicht unter einer Temperatur von 930 °C weitergeführt werden, wenn nötig sollten die Werkteile erneut auf Temperatur gebracht werden. Nach dem Schmieden sollte der 1.2312 einer Wärmebehandlung unterzogen werden.

Wärmen Sie den 1.2312 auf eine Temperatur von 300 – 400 °C vor und dann weiter auf die Schweißtemperatur von 400 – 500 °C. Nach dem Schweißen wird das Material langsam im Ofen abgekühlt um Risse und Spannungen zu vermeiden. Zum Abschluss sollten die Werkstücke einer Wärmebehandlung unterzogen werden um mögliche Spannungen abzubauen und die mechanischen Eigenschaften in der Schweißnaht wieder dem restlichen Material anzupassen.

Die Schweißnaht sollte auf eventuelle Risse oder Einschlüsse geprüft werden, um die strukturelle Integrität der Werkstücke zu gewährleisten.

1.2312
ANWENDUNGSMÖGLICHKEITEN

1.2312
ANWENDUNGS-
MÖGLICHKEITEN

Der Werkzeugstahl 1.2312 ist vielseitig einsetzbar und kann auch im vergüteten Zustand aufgrund seines Schwefelanteils gut zerspant werden. 

• Maschinenbau, allgemein

• Vorrichtungen

• Grundplatten

• Aufbauteile

• Formrahmen

• Kunststoffformen

• Kunststoffverarbeitung

• Druckgießformen

• IHU-Werkzeug

• Rezipientenmäntel

• Abkantleisten

• Werkzeughalter

1.2312 FAZIT

Der 1.2312 weist eine gute Kombination aus Zähigkeit, Härte und Bearbeitbarkeit auf. Diese Kombination macht ihn zu einem Werkstoff der in einer Vielzahl von Anwendungen seinen Einsatz findet.

• Vergüteter Werkzeugstahl
• Kaltarbeitsstahl
• Kunststoffformenstahl
• Gute Zerspanbarkeit durch Schwefelzusatz
• Bedingt polierbar
• Ätzbar
• Hohe Durchvergütung, somit gleichmäßige Bauteilfestigkeit
• Wärmebehandlung nicht üblich, Lieferzustand vergütet
• Nitrierbar
• Erodierbar

1.2312 ALTERNATIVEN

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1.2312 DATENBLATT

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